Volksbank Mittelhessen

Schamlos wurde bei den Darstellungen gelogen, wie die Ausführungen zu dem Abschnitt Urteil und weitere Recherchen in meiner Stellungnahme beweisen. Eine Finanzierung über eine Bausparkasse wäre nicht teurer geworden und hätte die Verknüpfungen zwischen den Verträgen beinhaltet. Auch dieses Finanzierungsmodell hatte die Volksbank Mittelhessen im Angebot. Wahrscheinlich war dies nicht so lukrativ für die Bank, für den Bankangestellten, für den Versicherungsvertreter oder für wen auch immer. Auf jeden Fall wurde mir dieses Konzept nicht vorgestellt oder angeboten.

 

Nach einer Studie der Universität von Südkalifornien haben pathologische Lügner eine veränderte Hirnstruktur. Sie haben einen größeren Anteil von der für Informations­übermittlung zuständigen weißen Substanz im präfrontalen Cortex als gesunde Ver­gleichspersonen und einen geringeren Anteil von grauer Substanz, die für Information­verarbeitung zuständig ist.

 

Im Hause der damaligen Wetterauer VB, heute Volksbank Mittelhessen, wurden wir von Herrn Schwarz beraten. Die von uns vorgelegten Unterlagen bezüglich unserer Kreditwür­digkeit wurden von ihm gesichtet. Fehlende Unterlagen wie Kontoauszüge von Bausparkassen, Lageplan unserer Immobilie wurden von ihm direkt an Ort und Stelle angefordert. Berechnungen wurden von ihm vorgenommen, die mir heute noch handschriftlich vorliegen.

 

Nach seinen Berechnungen und nach Vorlage unseres Steuerbescheides schlug er uns den Abschluss der Kapitallebensversicherung für mich und den Abschluss einer Risikolebensversicherung für meinen Mann vor. Nach dieser Beratung stellte er uns Herrn Dettmann vor, der im Hause der Volksbank die Anträge ausarbeitete. Uns wurde das beantragte gesamte Vertragswerk so beschrieben, dass mit dem Abschluss einer Kapitallebensversicherung (jährliche Versicherungsprämien, heute in Euro 3.175,08 ohne Tilgungsleistungen) auf meinem Namen und mit Abschluss der Risikolebensversicherung auf den Namen meines Mannes jeder im Falle des Todes des Ehepartners voll abgesichert ist. Es wurde uns erklärt, dass die Versicherung meines Mannes sich so verringert, wie zur gleichen Zeit meine Versicherung ansteigt und so immer das Baufinanzierungsdarlehen in Höhe von 84.363,16 € voll abgesichert ist.

 

Diese Ausführungen erschienen uns sinnvoll. Wir unterschrieben die nun von Herrn Dettmann ausgefüllten Anträge und warteten verstrauensvoll auf die Ausfertigung der Verträge. Auch hier war wieder mein Ansprechpartner Herr Schwarz von der Volksbank. Die Verträge wurden vorgelesen, mit Ort und aktuellem Datum von Herrn Schwarz versehen und nur in seinem Beisein von uns unterschrieben. Eine Ausfertigung blieb bei der Volksbank.

 

Leider verstarb mein Mann. Ich wandte mich an die Volksbank, denn bei allen mir bis dahin und auch später noch zugegangenen Schreiben stand im Kopf der Generali Lloyd LV AG, heute Thuringia : „Es betreut Sie: Wetterauer Volksbank eG, Schulze-Delitzsch-Str.1, 61169 Friedberg“. Telefon-Nr. und Fax-Nr. waren ebenfalls angegeben. Diese Angaben waren noch bis zur Auszahlung meiner Versicherung 2009 Bestandteil diverser Schreiben und Kontoauszüge von der Versicherung an mich. 

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 Für jeden guten Grund, den es zu Lügen gibt, gibt es einen besseren Grund um die Wahrheit zu sagen.

 

Bo Bennett