Kapital-Lebensversicherung

Artikel in der Taunuszeitung am 08.12.2011, Seite 7

 

„Allianz senkt Zinsen für Lebensversicherung

Frankfurt. Deutschlands größter Versicherer Allianz senkt die Verzinsung von Lebensversi­cherungs­verträgen. Grund dafür seien die fallenden Zinsen auf den Kapitalmärkten, teilte Allianz Deutschland mit. Der Sparanteil der Lebensversicherungen, also die monatlichen Beiträge minus Verwaltungskosten und möglicher Risikokomponenten wie Berufsunfähigkeit oder Risikolebensversicherung – werde 2012 mit 4,0 Prozent statt wie bisher mit 4,1 Prozent verzinst.

 

Die gesamte Verzinsung der Verträge inklusive des sogenannten Schlussüberschusses, der zum Vertragsende ausbezahlt wird, sowie des Sockelbetrags wird laut Allianz 2012 mindes­tens 4,5 Prozent betragen. 2011 betrug sie durchschnittlich 4,7 Prozent. Der Garantiezins für Verträge, die nächstes Jahr neu abgeschlossen werden, sinkt von 2,25 auf 1,75 Prozent.

Die Versicherten dürften in der Vergangenheit erzielte Renditen nicht als Maßstab für künftige Zinserträge nehmen, so die Allianz.“

 

Und nun in eigener Sache:

Bei Abschluss des Versicherungsvertrages wurde mir ein Garantiezins in Höhe von damals 3,50 % zugesichert.

Meine Lebensversi­cherung hat sich über die Zeit nach Ablauf des Versicherungs­vertrages tatsächlich mit ca. 1,85 % verzinst. Berücksichtigt ist der finanzielle Anteil der Risikolebensversicherung.

Leider sind die tatsächlichen Zinssätze bei den einzelnen Pro­dukten hier nicht errechnet worden. Für einen Laien ist der Zusammenhang Garantiezins, Kostenbelastung durch die hohen Abschlussprovisionen (zwei bis drei Jahresbeiträge) nicht nach­vollziehbar. Der Garantiezins ist eine gesetzliche Regelung und lässt nicht vermuten, dass das Eigenkapital lediglich mit 1,85 % verzinst wird.

In meinem Fall wurde die Versicherungsleistung so hochgerechnet, dass für mich die monatliche Belastung gerade noch akzeptiert worden ist. Die Versicherungssumme wurde nachweislich schöngerechnet, zumal die Überschussbeteiligung in der Kalkulation mit unrealistischen 7,8 % verzinst wurde.

 

Diese Email "www.geierpranger.de" ging natürlich auch an die Generali-Versicherung. Interessierte Rückfragen veranlassten mich, die geforderten Unterlagen nachzureichen, da meine Angelegenheit bei der Versicherung sehr ernst genommen werden sollte. 

 

Ergebnis: Die Zahlen wurden verglichen.

 

1. Satz des Schreibens vom 16.03.2012:

bei unserer Gesellschaft führten Sie nur einen Vertrag mit der Nummer ... .

Falsch: Der Darlehensvertrag in Höhe der in Aussicht gestellten Versicherungsleistung wurde ebenfalls bei dieser Versicherung abgeschlossen.

Der selbe Versicherungsvertreter verkaufte uns auch die Risikolebensversicherung bei der Dialog.

 

Versicherungssumme: 54797,00 € =  rd. 1,85 % Verzinsung. Risikolebensversicherung ist abgezogen. Als gesetzlich zugesicherter Garantiezins wurden 3,5 % zugesagt.

Hier war schon, ohne die nicht garantierte Gewinnbeteiligung, mit einem 47 %igen  Zinsverbrauch von der Mindestverzinsung für Verwaltungskosten und möglichen Risikokomponenten kalkuliert worden.

 

Planen Sie den Abschluss einer Lebensversicherung, planen Sie die Finanzierung einer Immobilie? Mein persönlicher Rat: Rechnen Sie nach, kalkulieren Sie selbst, wenn Sie die sichere Variante vorziehen.

 

Die Finanzierungslücke betrug letztendlich 17.062,28 €.

 

Hallo Generali, mich würde sehr interessieren, welche Beträge zu welcher Zeit mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Garantiezins von 3,5 % verzinst wurden. Auf die Antwort bin ich gespannt.