Garantiezinslüge

Nach meiner persönlichen Erfahrung (siehe auch verschiedene Links auf dieser Website) und nach verschiedenen Google-Veröffentlichungen bin ich zu nachfolgenden Ausführungen ge­kommen.

 

Zum 1. Januar 2015 tritt das Lebensversicherungsreformgesetz in Kraft.

Lebensversicherungen garantieren eine bestimmte Mindestver-  zinsung. Diese wird "Garan­tiezins" genannt. So Betrug der Garantiezins im Juli 1994 noch 4 %. Mit dem neuen Gesetz wird der Garantiezins ab 1.1.2015 auf 1,25 % „festgesetzt“.

 

Der Mindestzins wird auf den so genannten Sparanteil bei Lebensversicherungen und Ren­tenversicherungen gezahlt. Die Verzinsung, die die Versicherer garantieren, ist nicht das, wonach sie aussieht. Der Sparanteil ergibt sich aus dem monatlichen Beitrag abzüglich der Kosten für die versicherten Risiken sowie Verwaltung und Vertrieb. Durchschnittlich dürften etwa zehn Prozent des Beitrags für den Risikoschutz Todes­fall­schutz, Vermitt­lerprovision und Verwaltungs­kosten verwendet werden.

 

So können aus garantierten 1,25 Prozent Rendite schnell 0,5 Pro­zent oder noch weniger werden. Jedes Unternehmen kann theoretisch einen anderen Zins­satz festlegen. Aus Wettbe- werbsgründen halten sich jedoch sämtliche Branchenvertreter an den Satz, der von der Deutschen Aktuarvereinigung empfohlen wird. Die Versicherungspo­lice weist 1,25 % Garantiezins aus, gutgeschrieben werden jedoch in den meisten Fällen wahrscheinlich nur 0,5 % oder noch weniger.

 

Wie kann man das verstehen? Demnach Ist der suggerierte gesetzlich festgelegte Garan­tiezins ein „empfohlener Zinssatz“.

 

Überschussbeteiligungen und Schlussüberschussanteile sind keine garantierten Leistungen.

 

Die Versicherungswirtschaft bleibt eine Branche, die vor allem für die Versicherungsanbieter attraktiv ist.

 

Im ersten Entwurf des nun verabschiedeten Gesetzes war noch vorgesehen, dass künftig die Provisionen der Versicherungsvermittler offen gelegt werden. Doch im letzten Moment knickte die Bundesregierung vor der Lobby ein.

 

 

"Es ist gut, dass die Bürger der Nation nicht unser Banken- und Geldsystem verstehen, denn wenn sie es würden, glaube ich, gäbe es eine Revolution vor morgen früh."

 

Henry Ford